Deutsche Trümmerfrauen

Politik, Identität
„Vaterlandsliebe ist erweiterte Familienliebe“ Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916) Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen 1893

Lebensdaten:

Geboren: zwischen 1890 und 1925 / Gestorben: -

Die besondere Lebensleistung eines Menschen gewinnt an Wert, wenn sie ohne eine Ruhmerwartung erbracht wird und dafür aus dem tiefsten Inneren eines geordneten Volksverständnisses erwächst.

Unsere deutschen Frauen und Mütter haben nach dem Ende des 2. Weltkrieges, trotz am eigenen Leibe erlebter Verbrechen und dem Verlust ihrer Männer und Kinder nicht aufgegeben, sondern in heldenhafter Weise begonnen, Deutschlands zerbombte Städte von ganz unten wieder aufzubauen. Ihre Namen sind kaum bekannt, ihr Beitrag zur Heilung der Kriegswunden jedoch unschätzbar. All diesen starken deutschen Frauen möchten wir im Februar auf dieser monatlichen Gedenkseite ein Denkmal setzen.

Es war ihre Disziplin und ihr selbstverständliches Nationalbewußtsein, was half, den heutigen Wohlstand  zu ermöglichen. Etliche, verdient erworbene Denkmäler wurden den Frauen in Deutschland gesetzt, über Jahrzehnte ihr Andenken dankbar geehrt. Mit dem Absterben der letzten Augenzeugen dieses Tuns geringschätzen die heutigen Nutznießer diese epochale Lebensleistung  zunehmend.

Trauriger bisheriger Höhepunkt der Selbstverleugnung war die kurzfristig symbolische Verhüllung des Denkmals für die Trümmerfrauen in München durch die Münchner Grünen- Chefin Katharina Schulze und Sepp Dürr im Jahre 2013. Wer solch eine Lebensleistung anderer herabwürdigt, muß sich fragen lassen, ob die seine überhaupt mit dieser meßbar ist. Lesbar ist der Artikel in der „Abendzeitung“: https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.protest-in-der-altstadt-gruene-verhuellen-truemmerfrauen-denkmal.957c68bd-dc35-47fb-a582-ff73281a2270.html

Nur wenige dieser Trümmerfrauen leben heute noch, sind inzwischen 90 Jahre und älter. In der damaligen DDR standen die Trümmerfrauen bis zum Ende der Republik in verdient hoher Achtung aller politischen Lager. Der spätere Lebensweg dieser Frauen verliert sich im Nebel der Vergangenheit, denn sie erbrachten ihre Leistungen nicht aus Berechnung, sondern aus Selbstverständnis.  Gewiß ist jedoch, daß alle Taten, alle Handlungen und jegliches Tun unvergänglich sind und im Jenseits einem Jeden zu seiner Stunde wieder präsentiert werden. Dies gilt für große Lebensleistungen ebenso wie für Niederträchtigkeiten.